Shiatsu

Oft lösen die Hände ein Rätsel, an dem der Intellekt vergeblich gearbeitet hat.

Carl Gustav Jung

Shiatsu ist Berührungskunst

Shiatsu stammt aus Japan und bedeutet übersetzt so viel wie „Fingerdruck“ oder auch „Akupressur“. Die Grundlagen hierfür liegen, so wie auch bei der Akupunktur, in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Diese geht davon aus, dass der menschliche Körper von „Meridianen“ durchzogen ist und die Stimulation dieser eine Auswirkung auf den Organismus haben. Anstelle von Nadeln werden im Shiatsu hierbei die Daumen, Handballen sowie Ellenbogen genutzt.

Im Laufe des Lebens gerät der Körper immer wieder in Dysbalancen durch Stress, Krankheitserreger, Krisen und vieles mehr. Der Körper findet von allein wieder zurück in eine Balance, kann auf diesem Wege durch Shiatsu und die Arbeit mit Meridianen jedoch noch zusätzlich unterstützt werden.

Als Praktizierender sehe Ich meine Verantwortung nicht in der Lösung von Problemen, sondern viel mehr in einem gemeinsamen Prozess des Sichtbarwerdens und Begleiten der Situation meiner Klient*innen auf den verschiedenen Ebenen ihres Erlebens.

Wie sieht ein Termin aus?

Jeder Termin beginnt mit einem kurzen Vorgespräch in dem wir mögliche Beschwerden und Anliegen für die Behandlung klären können. Bei einem Ersttermin kann dies bei Bedarf auch ausführlicher gestaltet werden um etwaige Krankheitsgeschichten (wichtige Verletzungen, Erkrankungen OP’s etc.) abzuklären.

Wenn ich als Praktizierender die für mich wichtige Informationen haben und Sie als Klient*in, das Gefühl haben Ihr Anliegen klar ausgedrückt zu haben, wechseln wir zur Behandlung.

Shiatsu findet immer am bekleideten Körper statt. Kommen sie daher gerne in bequemer, beweglicher Kleidung mit Ärmeln und sauberen Socken. Die Behandlung findet auf dem Boden auf einem Shiatsu Futon statt. Hierbei wird in Rücken-, Bauch- oder Seitenlage behandelt. Dabei orientiert sich die Behandlung an den im Vorgespräch und über mehrere Behandlungen gesammelten Informationen.

Gegen Ende der Behandlung bleibt noch Zeit für eine Nachruhzeit, sowie ein kurzes Nachgespräch. Ein gesamter Termin beläuft sich hierbei auf eine Stunde.

Wu Wei

Wu Wei ist ein Prinzip aus dem Daoismus und bedeutet soviel wie „nicht Handeln“ oder auch „nicht Erzwingen“. Falsch wäre die Interpretation des „nie etwas tun“. Viel mehr beschreibt es die Handlungen im Einklang mit dem „Fluss“ des Lebens zu setzen, also das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu tun. In der Natur lassen sich viele Beispiele für dieses Prinzip finden, wie etwa die Bewohner eines Waldes.

„Nichts machen und nichts bleibt ungetan“

Oder auch „Niemand zwingt sich und doch wird alles erledigt“. Jeder Teil des Waldes von den Tieren über die Insekten bis zu den Pflanzen lebt nach seiner Natur und im Einklang mit dem „Fluss“. Niemand zwingt sich und doch wächst und gedeiht das gesamte Ökosystem, Früchte reifen heran, Samen werden verteilt, abgestorbenes zersetzt, neue Nährstoffe bereitgestellt und der Kreislauf geht weiter.

In meiner Praxis arbeite auch Ich instinktiv und versuche „zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein“. Über eine gemeinsame Kommunikation finden wir heraus wie eine stimmige Berührung, ein angemessener Druck, eine wohltuende Mobilisierung in diesem Moment aussieht. Meine eigene Entspannung und innere Ruhe ermöglichen dabei eine authentische Resonanz mit der Konstitution meiner Klienten. Ein zu starkes „Wollen“ oder durchbeißen wären dabei nur hinderlich.